Das Festival

Das Festival

38 Jahre Festival und kein bisschen leiser!

Rengsdorfer Festival Blick auf Bühne

Als sich 1980 die ersten Musikfans auf dem Waldfestplatz in Rengsdorf zu einer „Fete“ getroffen haben, hat wohl keiner gedacht, dass 38 Jahre später die Musikparty, mittlerweile Festival, immer noch existiert und somit zu den ältesten Festivals ganz Deutschlands zählt. Viele Höhen und Tiefen haben die Rockfreunde Rengsdorf erlebt bzw. überwunden.

Von der Idee zum Festival

Die Geschichte des Rengsdorfer Rock- und Bluesfestivals begann an einem Sommerabend des Jahres 1981.

Zu später Stunde und nach einigen Litern Bier in einer Rengsdorfer Dorfkneipe kamen ein paar junge Leute, die sich fest der Rock- und Bluesmusik verschrieben hatten, auf die Idee, selbst einen Musikabend zu gestalten.

„Wir machen eine Party,“ hörte man, „ich habe gute Lautsprecherboxen,“ warf jemand ein, „und ich einen Plattenspieler mit Verstärker“, tönte es aus der Ecke. Die Ideen, die man nicht alle ernst nehmen konnte, führten zu dem Ergebnis, das Rengsdorfer Kulturangebot mit einer eigenen Musikveranstaltung für Rock- und Bluesfreunde zu bereichern.

So kam es am 29. August 1981, damals noch im Namen eines ortsansässigen Kraftsportvereins (Silo-Gym) zum 1. Rockfestival in Rengsdorf. Nur mit einer Verstärkeranlage und Platten von Allman Brothers bis Zappa, nebst einem Folk-Gitarristen wurde diese erste Veranstaltung von immerhin ca. 100 Personen besucht. Die durchweg positive Resonanz dieser Musikfans ermutigte uns, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Etwas professioneller ging es in das zweite Jahr. Wir hatten uns inzwischen den Namen ROCKFREUNDE RENGSDORF zugelegt. Mit einer kleinen P.A., einer „echten“ Rockband und einem Gitarren-Duo konnten wir die Zahl der Besucher gegenüber dem Vorjahr verdoppeln.

Voller Enthusiasmus und neuer Ideen nahmen wir mit Zuversicht die dritte Veranstaltung (1983) in Angriff. Im größeren Umkreis von Rengsdorf sprach mittlerweile jeder vom Festival. Wir ahnten, dass in diesem Jahr noch mehr Fans kommen würden. Das bedeutete Arbeit, viel Arbeit. Erstmals kam eine 12 Meter hohe Bühne zum Einsatz, deren Einzelteile bei ortsansässigen Firmen und Privatpersonen regelrecht zusammengeliehen wurden. Ohne deren Unterstützung hätten wir vor einer unlösbaren Aufgabe gestanden. Neben den Getränken wurden, neu in diesem Jahr, auch Würstchen und Brot verkauft. Eine professionelle Beschallungsfirma wurde engagiert, außerdem fünf Rock & Blues Bands. Etwa 500 Zuschauer wohnten diesem hervorragendem Ereignis bei. Die Rhein-Zeitung kündigte das Festival sogar als „Westerwald Woodstock“ an, was zwar übertrieben war, uns aber sehr schmeichelte.

In den Jahren darauf stieg die Zahl der Besucher stetig an, wobei viele Fans Jahr für Jahr wiederkommen.