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Über uns

Das Rockfestival

Der satte Sound von Rock- und Bluesmusik rauscht durch die Bäume des idyllisch gelegenen Waldfest- platzes in Rengsdorf. Während auf der 15 x 20 Meter großen Bühne der top act des Abends gerade virtuos gekonnt eine Zugabe spielt, verabschiedet sich die Sonne als rot glühender Ball am Horizont. Es herrscht wieder einmal eine ganz besondere, fesselnde Atmosphäre auf dem Rengsdorfer Festivalgelände. So, oder so ähnlich könnte man den Grund beschreiben, warum dieses Musikereignis von den Veranstaltern immer wieder gerne organisiert wird, und weshalb so viele zufriedene Festivalbesucher am Ende eines außergewöhnlichen Open Air Festivals sich freuen, nächstes Jahr wieder zu kommen.


Über uns

Blick auf die Bühne






Von der Idee zum Festival

Die Geschichte des Rengsdorfer Rock- und Bluesfestivals begann an einem Sommerabend des Jahres 1981. Zu später Stunde und nach einigen Litern Bier in einer Rengsdorfer Dorfkneipe kamen ein paar junge Leute, die sich fest der Rock- und Bluesmusik verschrieben hatten, auf die Idee, selbst einen Musikabend zu gestalten. "Wir machen eine Party," hörte man, "ich habe gute Lautsprecherboxen," warf jemand ein, "und ich einen Plattenspieler mit Verstärker", tönte es aus der Ecke. Die Ideen, die man nicht alle ernst nehmen konnte, führten zu dem Ergebnis, das Rengsdorfer Kulturangebot mit einer eigenen Musikveranstaltung für Rock- und Bluesfreunde zu bereichern. So kam es am 29. August 1981, damals noch im Namen eines ortsansässigen Kraftsportvereins (Silo-Gym) zum 1. Rockfestival in Rengsdorf. Nur mit einer Verstärkeranlage und Platten von Allman Brothers bis Zappa, nebst einem Folk-Gitarristen wurde diese erste Veranstaltung von immerhin ca. 100 Personen besucht. Die durchweg positive Resonanz dieser Musikfans ermutigte uns, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.
Etwas professioneller ging es in das zweite Jahr. Wir hatten uns inzwischen den Namen ROCKFREUNDE RENGSDORF zugelegt. Mit einer kleinen P.A., einer "echten" Rockband und einem Gitarren-Duo konnten wir die Zahl der Besucher gegenüber dem Vorjahr verdoppeIn. Voller Enthusiasmus und neuer Ideen nahmen wir mit Zuversicht die dritte Veranstaltung (1983) in Angriff. Im größeren Umkreis von Rengsdorf sprach mittlerweile jeder vom Festival. Wir ahnten, dass in diesem Jahr noch mehr Fans kommen würden. Das bedeutete Arbeit, viel Arbeit. Erstmals kam eine 12 Meter hohe Bühne zum Einsatz, deren Einzelteile bei ortsansässigen Firmen und Privatpersonen regelrecht zusammengeliehen wurden. Ohne deren Unterstützung hätten wir vor einer unlösbaren Aufgabe gestanden. Neben den Getränken wurden, neu in diesem Jahr, auch Würstchen und Brot verkauft. Eine professionelle Beschallungsfirma wurde engagiert, außerdem fünf Rock & Blues Bands. Etwa 500 Zuschauer wohnten diesem hervorragendem Ereignis bei. Die Rhein-Zeitung kündigte das Festival sogar als "Westerwald Woodstock" an, was zwar übertrieben war, uns aber sehr schmeichelte. In den Jahren darauf stieg die Zahl der Besucher stetig an, wobei viele Fans Jahr für Jahr wiederkommen.



Der Rockfreunde Rengsdorf e. V.

Wegen der immer namhafteren Bands (s. Übersicht der Jahresprogramme) und der durchweg positiven Presseresonanz wurde das Festival immer beliebter und zunehmend über den Landkreis Neuwied und den Westerwald hinaus bekannt. 1986 entschlossen wir uns, die ROCKFREUNDE RENGSDORF als eingetragenen Verein registrieren zu lassen. Dies nicht nur aus haftungstechnischen Gründen, sondern auch, um die Organisation rund um das Festival durch den Vorstand und die Mitglieder effektiver zu gestalten. Der in den ersten Jahren erfreuliche finanzielle Gewinn, überwiegend durch Getränkeverkauf, wurde sowohl in ein zunehmend besseres und damit auch teureres Musikprogramm investiert als auch in dringend benötigtes Equipment. So konnte der Verein schon bald Kabel, Planen, Bühnendach und Boden, später auch die Bühne selbst, Boxenständer, Podeste, Lampen, Treppen, Werkzeug, Strahler und jede Menge Kleinmaterial sein Eigen nennen. Aufgrund des rasanten Aufstiegs der Anfangsjahre des Festivals schien das ursprüngliche Konzept der Veranstalter aufzugehen (Umsonst und draußen, also keine Eintrittsgelder, sondern Gewinne fast ausschließlich durch Getränkeverkauf). Doch Mitte der 90er Jahre, nachdem sich die Besucherzahl auf geschätzte 2000 Fans eingependelt hatte, diese jedoch zunehmend weniger umsetzten, gleichzeitig aber die Kosten zur Finanzierung des Festivals stetig anstiegen, musste eine grundlegende Veränderung des Konzeptes her, um das mittlerweile traditionsreiche Musikereignis aufrecht erhalten zu können.


Und wir wurden professioneller...

So kam es 1997 zu einigen Änderungen:
Der Festivalbesucher muss seit dem 17. Rengsdorfer Rock- und Bluesfestival Eintritt zahlen, was wiederum mit einem eingezäunten Gelände (Bauzaun) und Security- Personal am Eingang und auf dem Platz einhergeht. Im gleichen Jahr wurde der Förderverein der Rockfreunde gegründet, mit dem Ziel, durch den Beitrag und die Fördergelder der Mitglieder, das Festival finanziell zu unterstützen. Wer hier eintreten möchte, kann gerne über den Förderverein weitere Informationen erhalten und sich im Verein anmelden. Weiterhin wurde das Sponsoring deutlich ausgebaut, so dass Firmen, die dem Festival verbunden sind, die Gelegenheit zur Werbung nutzen können. Unterstützung erhielt der Rockfreunde-Verein auch durch kommunale Gremien, wie die Ortsgemeinde, die Verbandsgemeinde und zeitweilig auch durch die Stiftung Kultursommer des Landes Rheinland-Pfalz.


Die Rockfreunde und das Traktortreffen

Im Jahr 1998 wurde dann erstmals ebenfalls auf dem Waldfestplatz ein Traktor- und Veteranentreffen veranstaltet, dass zum einen eine zusätzliche Einnahmequelle darstellt und zum anderen dem privaten Interesse vieler Rockfreunde entgegen kommt. Zum Aufbau des Rockfestes leisten die alten Traktoren hilfreiche Dienste und deren Besitzer freuen sich darüber, dass sie ihr Gefährt sinnvoll nutzen können. Weil einige Rockfreunde neben der Musik auch ihre Traktoren zum Hobby haben, entstand die Idee, diese zusätzliche Veranstaltung durchzuführen. Auch dieses an zwei Tagen im September stattfindende Spektakel wurde von der Bevölkerung begeistert angenommen, so dass es aus dem Veranstaltungskalender der Ortsgemeinde nicht mehr wegzudenken ist. Da auch viele "gestandene" und ältere Personen sich für dieses Traktor- und Veteranentreffen interessieren, sind die ROCKFREUNDE RENGSDORF spätestens seit diesem Ereignis in das Vereinsleben der Gemeinde Rengsdorf vollends integriert und somit salonfähig geworden. Weitere Informationen zum Traktortreffen finden sich hier.

All diese Veränderungen haben dazu beigetragen, dass das einzigartige Rengsdorfer Rock- und Bluesfestival weiterhin auf hohem Niveau fortgesetzt werden kann. Die Grundvoraussetzung aber dafür, dass es in Rengsdorf immer wieder und immer weiter Rock und Blues vom Feinsten zu hören gibt, ist eine gute Stimmung innerhalb der Leute, die für die Organisation, den Aufbau und die Durchführung des Festivals zuständig sind. Und hierfür sorgt ein gutes Miteinander im Verein der ROCKFREUNDE RENGSDORF.


Die nächste Generation

Auch die Rockfreunde hatten mit einem Problem zu kämpfen, dass viele Vereine belastet, nämlich die Überalterung der Mitglieder, genauer gesagt der fehlende Nachwuchs. In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends haben jedoch erfreulicherweise einige junge Leute ihr Interesse für den Verein bewiesen, und wurden neu in den Verein aufgenommen. Aufgrund deren Engagement ist seit 2003 der Ablauf des Festivals mit einem zusätzlichen Freitagabend-Programm erweitert worden, und hat sich an diesem Tag auch dem Musikinteresse dieser neuen Vereinsmitglieder geöffnet.

Das Rengsdorfer Rock&Blues Festival war zum ersten Mal seit über 20 Jahren eine zweitägige Veranstaltung. Während am Samstag weiterhin Rock, Blues und Jazz regierte, stand der Freitag ganz im Zeichen des Rock 'n' Roll der härteren Gangart, was vor allem das jüngere Publikum auf den Waldfestplatz zog. Diese Konzept kam so gut an, dass es inzwischen fast schon als Selbstverständlichkeit für das Rengsdorfer Rock & Blues Festival gilt. 

Der "junge Nachwuchs" hat sich inzwischen vollständig in das Vereinsleben integriert und inzwischen selber die Zügel in die Hand genommen. Es zeugt von der Harmonie und dem Vertrauen im Verein, dass der (von allen gewählte) Vorstand nun vollständig von der "neuen Generation" gestellt wird. Auch finden so durch verschiedene Freundeskreise immer wieder neue Vereinsmitglieder zu uns, die wir mit offenen Armen empfangen.

Es hat sich gezeigt, dass die Rockfreunde eine Institution geworden sind, die durch ihre Herzlichkeit, Flexibilität und Offenheit besticht und aus dem lokalen Kulturangebot nicht mehr wegzudenken sind. Wir sind froh, dass so etwas auch heute noch bestand haben kann und sind stolz, dies im Sommer 2010 mit unserem 30. Rengsdorfer Rock&Blues Festival unter Beweis stellen zu können.

 

Die Rockfreunde Rengsdorf

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